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Wärmeschutz, gesundes Wohnen & Heizungsanlage

Wie sich die Wärmeschutzanforderungen seit 1952 entwickelt haben, worauf es für ein gesundes Raumklima ankommt – und wie unsere eigene, CO₂-neutrale Heizungsanlage aufgebaut ist.

Wärmeschutzverordnungen

U-Werte im historischen Verlauf, aktualisiert bis GEG 2026 / GModG 2026.

Übersicht der Wärmeschutzverordnungen – U-Werte
Verordnung Gültig seit Heizwärme
kWh/(m²a)
Fenster
W/(m²K)
Wand
W/(m²K)
Dach
W/(m²K)
Flachdach
W/(m²K)
Keller
W/(m²K)
DIN 4108, 19521952170–3005,21,561,461,461,01
DIN 4108, 19691969170–3005,21,561,11,11,01
WSVO 197701.11.1977150–2503,51,060,450,450,8
WSVO 198201.03.1982130–1803,10,60,450,450,7
WSVO 1994/9501.01.199554–1001,80,50,30,30,5
EnEV 2001/0201.02.200230–1001,40,450,30,250,4
EnEV 200408.12.200430–1001,40,450,30,250,4
EnEV 200701.10.200730–1001,40,350,30,250,4
EnEV 200901.10.200930–601,30,240,240,20,3
EnEV 2014–201601.05.201425–501,30,240,240,20,3
KfW Einzelmaßnahmen01.04.2016250,950,20,140,140,25
Niedrigenergiehaus202010–200,70,10,10,10,15
GEG 202622.06.2026max. 55 % Ref.1,30,240,240,20,3
GModG29.07.2026max. 55 % Ref.1,30,240,240,20,3
Stand der Technik0–350,60,10,10,10,1
Plus-EnergiehausGegenwart / ZukunftGebäude mit Energie-Überschuss, z. B. durch eine PV-Anlage

Ref. = Referenzgebäude nach GEG. Werte teils vereinfacht dargestellt und ohne Gewähr; maßgeblich sind die jeweils gültigen Rechtstexte.

Gesundes Wohnen

Energieeffizienz und gesundes Raumklima sind kein Widerspruch – im Gegenteil: Wer die folgenden Zusammenhänge kennt, saniert nicht nur sparsamer, sondern auch gesünder.

Schimmel

Die Ursachen für Schimmelbildung in Gebäuden liegen meist im Nutzerverhalten, in Mängeln an der Baukonstruktion – oder in einer Kombination aus beidem. Typische Auslöser sind unzureichendes Lüften, Wärmebrücken (Stellen mit niedrigerer Oberflächentemperatur, an denen Feuchtigkeit kondensiert) sowie eindringende Baufeuchte. Vorbeugend wirken regelmäßiges Stoßlüften, ausreichend hohe Oberflächentemperaturen der Bauteile und – bei dichter gebauten Häusern – eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung.

Fogging

Fogging, auch Schwarzstaub genannt, entsteht durch Thermophorese: Staub- und Aerosolpartikel wandern von warmen zu kalten Flächen und lagern sich dort ab, etwa an Wärmebrücken. Betroffen sind vor allem Decken und Wände, stark betroffene Flächen können wie nach einem Schwelbrand aussehen. Das Phänomen tritt gehäuft im Winter nach Neubau oder Renovierung auf, wenn frische Farben, Kleber oder andere Baumaterialien noch ausdünsten – es handelt sich dabei ausdrücklich nicht um Schimmel.

Temperatur & Leistungsfähigkeit

Die Raumtemperatur hat einen belegbaren Einfluss auf die geistige Leistungsfähigkeit. Nach der vielzitierten Auswertung von Seppänen und Fisk (2004/2006) liegt das Leistungsoptimum bei rund 21–22 °C; oberhalb dieses Bereichs sinkt die Leistungsfähigkeit um etwa 2 % pro Grad Celsius. Bei sommerlichen Innenraumtemperaturen um 30 °C lässt sich dieser Effekt bereits spürbar bemerkbar machen – Fehlerquote und Reaktionszeit verschlechtern sich, die Konzentrationsfähigkeit sinkt. Zusätzlich ist bekannt, dass anhaltende Hitzeperioden gerade für ältere und gesundheitlich vorbelastete Menschen ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko darstellen – ein Aspekt, der beim sommerlichen Wärmeschutz eines Gebäudes mitgedacht werden sollte.

Wichtiger als Energiesparen: gesund bleiben

Energiesparen ist wichtig, aber nicht um jeden Preis lebensnotwendig. Wird an der falschen Stelle gespart – etwa durch zu seltenes Lüften oder eine unzureichend geplante Dämmung ohne funktionierendes Lüftungskonzept – kann das ernstzunehmende gesundheitliche Folgen nach sich ziehen, allen voran Schimmelbildung und eine schlechte Raumluftqualität. Eine gute energetische Sanierung berücksichtigt daher immer beides gemeinsam: Energieeffizienz und gesundes Raumklima.

Behaglichkeit

Ob sich ein Raum behaglich anfühlt, hängt von mehreren Faktoren gleichzeitig ab: der Lufttemperatur, der Luftfeuchte, der Luftströmung (Zugluft), der empfundenen Luftqualität sowie dem Lärmpegel. Erst wenn alle diese Faktoren im richtigen Verhältnis zueinanderstehen, empfinden Menschen einen Raum als behaglich. Die empfundene Luftqualität wird in der Raumklimatechnik übrigens in der Einheit olf gemessen – benannt nach der Geruchsverunreinigungslast, die eine Standardperson erzeugt.

Legionellen

Legionellen sind Bakterien, die im Süß- und Salzwasser vorkommen. Sie vermehren sich bevorzugt in einem Temperaturbereich von etwa 25 bis 45 °C und besonders in stehendem, nicht durchströmtem Wasser – ein Grund, warum die richtige Auslegung von Warmwasserspeichern und Leitungssystemen auch unter diesem Gesichtspunkt wichtig ist. Zur Bekämpfung stehen grundsätzlich drei Verfahren zur Verfügung:

Heizungsanlage

Schema der Heizungsanlage mit aktuellen Messwerten von Kaminofen und Wärmepumpe

Energiekennwerte

Hier sehen Sie das Schema unserer Heizungsanlage. Geheizt wird CO₂-neutral und umweltverträglich mit einem wassergeführten Kaminofen, der von einer Luft/Wasser-Wärmepumpe unterstützt wird.

Die Werte des Wärmemengenzählers WMZ2 müssen um 30 % erhöht betrachtet werden, da der Wärmemengenzähler die an den Aufstellungsraum abgegebene Strahlungswärme nicht mit erfasst.

Hier können Sie sich die Energie-Kennwerte von Heute, Gestern, letzte Woche, letzter Monat sowie ein Systemschema mit den Temperaturkurven im Heizungssystem anschauen.

Die Messwerte werden minütlich erneuert. Laden Sie dafür die Seite neu.

Cosmo CPSH 500

  1. WP laden Warmwasser Vorlauf
  2. WP laden Warmwasser Rücklauf
  3. PV Heizpatrone
  4. WP laden Heizkreis Vorlauf
  5. Rücklaufschichtrohr mit innenliegendem Prallblech Heizkreis
  6. WP laden Heizkreis Rücklauf
  7. Warmwasser
  8. Thermometer
  9. Kaminofen Vorlauf
  10. Vorlauf Heizkreis
  11. Kaltwasser
  12. Kaminofen Rücklauf
  13. Entleerung
  14. Entlüftung

Alle anderen Anschlüsse je nach Anwendungsfall zum Be- und Entladen der Pufferzone.

Resol MX

  • S2 – Speicher oben (Tspu)
  • S3 – Speicher mitte
  • S4 – Speicher unten (Tsp2u)
  • S5 – WMZ2 Gerco Vorlauf
  • S6 – Fühler Holzkessel
  • S7 – WMZ1 WP Vorlauf
  • S8 – WMZ1 WP Rücklauf
  • S9 – Vorlauffühler, witterungsgeführter Heizkreis
  • S10 – WMZ2 Gerco Rücklauf
  • S11 – Außenfühler, witterungsgeführter Heizkreis
  • R3 – Ladepumpe Holzkessel

Vaillant VRC 720 / MEH 97 / VWL 75-6

  • S 1.1 – Speicher oben
  • S 1.2 – Speicher unten
  • S 1.9 – Vorlauffühler, witterungsgeführter Heizkreis
  • S 1.11 – Außenfühler, witterungsgeführter Heizkreis
  • R 7 – Mischer AUF
  • R 8 – Mischer ZU
  • R 9 – Heizkreispumpe
  • R 10 – Zirkulationspumpe

Passend dazu: Energieberatung mit staatlicher Förderung und Förderprogramme für energetische Sanierung.