FAQ · Ratingen

Häufige Fragen

Antworten auf die Fragen, die uns am häufigsten gestellt werden – zu Energieberatung, Energieausweisen, Förderprogrammen und energetischer Sanierung.

Energieberatung

Was kostet eine Energieberatung?

Die BAFA-Förderung deckt maximal 50 % der Beratungskosten, höchstens jedoch 650 € für Ein- und Zweifamilienhäuser bzw. 850 € für Wohnhäuser mit mindestens drei Wohneinheiten. Bei voller Ausschöpfung der Förderung liegen die Gesamtkosten der Beratung also bei mindestens 1.300 € bzw. 1.700 €. Die genauen Kosten hängen von Umfang und Gebäudegröße ab und nennen wir Ihnen vorab transparent.

Was ist der Unterschied zwischen Vor-Ort-Beratung und iSFP?

Die klassische Vor-Ort-Beratung liefert einen freien, ausführlichen Bericht mit Einzelmaßnahmen und Gesamtkonzept. Der iSFP (individueller Sanierungsfahrplan) ist ein standardisiertes BAFA-Format, das die Sanierung in mehrere Etappen staffelt und bei später umgesetzten Einzelmaßnahmen einen zusätzlichen Förderbonus ermöglicht. Mehr dazu auf unserer Energieberatungs-Seite.

Wer darf eine geförderte Energieberatung durchführen?

Nur Energieberater, die in der Energieeffizienz-Expertenliste (EEE-Liste) geführt werden, dürfen die geförderte Vor-Ort-Beratung durchführen. Diese Liste wird von der Deutschen Energie-Agentur (dena) im Auftrag von BAFA und KfW gepflegt. Den Förderantrag selbst stellt in der Regel der Eigentümer der Immobilie – wir unterstützen dabei mit Rat und Unterlagen.

Sind Sie Architekt oder Energieberater?

Beides: Als Dipl.-Ing. Architekt planen wir energetische Sanierungen, Neu-, An- und Umbauten, und als in der Energieeffizienz-Expertenliste gelisteter Energieberater übernehmen wir zusätzlich die unabhängige, geförderte Energieberatung, Energieausweise und Fördermittelberatung – alles aus einer Hand.

Energieausweise

Brauche ich einen Bedarfsausweis oder einen Verbrauchsausweis?

Grundsätzlich empfohlen ist der Bedarfsausweis, da er auf objektiven technischen Untersuchungen des Gebäudes beruht statt auf dem individuellen Nutzerverhalten. Für welche Gebäude welcher Ausweistyp zulässig ist, hängt vom Baujahr und der Anzahl der Wohneinheiten ab – Details dazu auf unserer Energieausweis-Seite.

Wie lange ist ein Energieausweis gültig?

Ein Energieausweis ist zehn Jahre gültig und darf nur von entsprechend qualifizierten Personen erstellt werden.

Wann ist ein Energieausweis Pflicht?

Seit 2002 ist der Energieausweis für alle Neubauten Pflicht. Für Bestandsgebäude ist er bei Verkauf oder Vermietung vorzulegen, spätestens bei der Besichtigung.

Förderung

Welche Förderprogramme gibt es für die energetische Sanierung?

Die wichtigsten Programme sind der KfW-Kredit für die Sanierung zum Effizienzhaus, die BEG-Heizungsförderung sowie die BEG-Einzelmaßnahmen-Förderung. Seit der Reform vom 21.07.2026 gelten ein einheitlicher Kredithöchstbetrag von 150.000 € je Wohneinheit sowie verpflichtende EE- oder NH-Klassen. Details auf unserer Förderprogramme-Seite.

Muss ich die Förderung vor Beginn der Baumaßnahme beantragen?

Ja. Bei den meisten Förderprogrammen muss der Antrag gestellt sein, bevor die Handwerker mit der eigentlichen Baumaßnahme beginnen. Ein nachträglicher Antrag für bereits begonnene oder abgeschlossene Arbeiten ist in der Regel nicht mehr möglich – sprechen Sie uns daher frühzeitig an.

Was bedeuten die Effizienzhaus-Stufen 40, 55, 70 und 85?

Die Zahl gibt an, wie viel Primärenergie das Gebäude im Vergleich zu einem gesetzlichen Referenzgebäude benötigt. Ein Effizienzhaus 40 verbraucht nur 40 % der Energie des Referenzgebäudes, ein Effizienzhaus 55 entsprechend 55 %, ein Effizienzhaus 70 70 % und ein Effizienzhaus 85 85 % – je niedriger die Zahl, desto energieeffizienter das Gebäude und desto höher in der Regel die mögliche Förderung.

Was ist der iSFP-Bonus bei der Förderung?

Wenn eine Einzelmaßnahme in einem zuvor erstellten individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) enthalten ist, erhöht sich die BEG-Förderung für diese Maßnahme um zusätzliche 5 Prozentpunkte gegenüber der Grundförderung.

Was ist der WPB-Bonus?

WPB steht für „Worst Performing Building". Der WPB-Bonus ist ein zusätzlicher Fördersatz für die Sanierung besonders unsanierter, energetisch schlecht dastehender Bestandsgebäude. Er lässt sich mit dem Bonus für serielle Sanierung kombinieren, beide zusammen sind aber auf maximal 20 Prozentpunkte gedeckelt. Ob Ihr Gebäude als "Worst Performing Building" eingestuft wird, prüfen wir im Rahmen der Energieberatung anhand der aktuell gültigen Kriterien.

Sanierung & Gesundes Wohnen

Wie läuft eine energetische Sanierung mit Ihnen ab?

Am Anfang steht eine unabhängige Energieberatung mit Bestandsaufnahme, darauf folgen die Planung der Maßnahmen, die Fördermittelbeantragung, die Ausschreibung und Vergabe an Fachfirmen sowie die Baubegleitung bis zur Fertigstellung.

In welchen Orten sind Sie tätig?

Unser Büro sitzt in Ratingen, wir sind aber auch in Düsseldorf, Essen, Duisburg, Mettmann und Heiligenhaus tätig, wie unsere bisherigen Projekte zeigen.

Führt eine Wärmedämmung zu Schimmel?

Nicht die Dämmung selbst, aber eine unzureichend geplante Sanierung ohne passendes Lüftungskonzept kann das Risiko erhöhen. Richtig geplant, verringert eine gute Dämmung sogar Wärmebrücken und damit die Gefahr von Kondensation und Schimmel. Mehr dazu unter Gesundes Wohnen.

Was ist der Unterschied zwischen Schimmel und Fogging?

Schimmel ist biologischer Bewuchs durch Feuchtigkeit. Fogging (Schwarzstaub) entsteht dagegen durch Thermophorese, bei der Staubpartikel an kälteren Flächen wie Wärmebrücken abgelagert werden – es handelt sich dabei nicht um Schimmel, sondern meist um ein vorübergehendes Phänomen nach Neubau oder Renovierung.

Was ist eine Wärmebrücke?

Eine Wärmebrücke ist eine Stelle in der Gebäudehülle, an der mehr Wärme nach außen entweicht als an den umgebenden Bauteilen, etwa an Fensterlaibungen oder Balkonplatten. Dort ist die Oberflächentemperatur innen niedriger, wodurch Feuchtigkeit kondensieren und Schimmel begünstigt werden kann.

Technische Begriffe

Was ist der U-Wert?

Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) gibt an, wie viel Wärme in Watt pro Quadratmeter Bauteilfläche verloren geht, wenn zwischen innen und außen ein Temperaturunterschied von einem Kelvin besteht. Die Einheit ist W/(m²K). Je niedriger der U-Wert, desto besser dämmt das Bauteil – deshalb ist er die zentrale Kenngröße in unserer Übersicht der Wärmeschutzverordnungen.

Was ist Lambda (λ), die Wärmeleitfähigkeit?

Die Wärmeleitfähigkeit, abgekürzt mit dem griechischen Buchstaben Lambda (λ), ist eine reine Materialeigenschaft: Sie beschreibt, wie gut ein Baustoff selbst Wärme leitet, unabhängig von seiner Dicke. Die Einheit ist W/(mK). Je niedriger der λ-Wert, desto besser die Dämmwirkung des Materials. Der U-Wert eines gesamten Bauteils ergibt sich rechnerisch aus den λ-Werten und den Schichtdicken aller verwendeten Materialien.

Was ist der Unterschied zwischen Primärenergiebedarf und Endenergiebedarf?

Der Endenergiebedarf ist die Energiemenge, die tatsächlich am Gebäude ankommt, also z. B. die Menge an Gas oder Strom, die vom Versorger geliefert wird. Der Primärenergiebedarf berücksichtigt zusätzlich die vorgelagerte Kette aus Gewinnung, Umwandlung und Transport dieser Energie mittels sogenannter Primärenergiefaktoren. Er bildet damit die tatsächliche Umweltwirkung besser ab und ist die maßgebliche Kenngröße für die Einstufung als Effizienzhaus.

Was ist der Taupunkt?

Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit kondensiert, also von Wasserdampf zu flüssigem Wasser wird. Unterschreitet eine Bauteiloberfläche – etwa an einer Wärmebrücke – diese Temperatur, bildet sich dort Kondenswasser. Das ist einer der häufigsten Auslöser für Schimmel, weshalb die Taupunktlage bei jeder Sanierungsplanung mitgedacht werden sollte.

Was ist ein Blower-Door-Test und der n50-Wert?

Ein Blower-Door-Test misst die Luftdichtheit eines Gebäudes: Ein Ventilator in einer Gebäudeöffnung erzeugt einen Über- oder Unterdruck, aus dem sich Leckagen in der Gebäudehülle aufspüren lassen. Das Ergebnis wird als n50-Wert angegeben – er beschreibt, wie oft sich die Raumluft bei einer Druckdifferenz von 50 Pascal pro Stunde austauscht. Je niedriger der n50-Wert, desto luftdichter das Gebäude. Bei vielen Förderprogrammen muss ein bestimmter n50-Wert nachgewiesen werden.

Ihre Frage war nicht dabei? Kontaktieren Sie uns direkt – wir beantworten sie gerne persönlich.